Breathwork @ Makoto Dojo
Was ist Breathwork und wozu dient es?
Atmen hat vier generelle Funktionen
1) Sauerstoff in den Körper zu bringen
2) Den CO2-Gehalt im Körper zu regulieren
3) Impulswellen durch den Körper senden und aufrecht erhalten
4) Ausgleich innerhalb des autonomen Nervensystems (zwischen Sympatikus und Parasympatikus)

Mit Breathwork unterstützen wir diese natürlichen körperlichen Prozesse. Aber es geht viel weiter. Sonst würde es nicht Breathwork (Atemarbeit) heissen.

Bei Breathwork setzen wir den Atem bewusst ein, im Gegensatz zum normalen unbewussten Atmen. Die Atemtechnik kann als kreisförmiger Atem oder transformierender Atem bezeichnet werden.

Diese Atemtechnik hilft uns dabei, die beste Version von uns selbst zu werden: körperlich, geistig und emotional.
Diese Entwicklung geschieht von innen heraus. Das ist die Art von Veränderung die wir steuern können und die nachhaltig ist. Änderungen im Aussen sind uns entweder aufgezwungen, oder dienen mehrheitlich dem Wunsch, anderen zu gefallen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Atemtechniken wird beim Breathwork von Jon Paul Crimi durch den Mund geatmet. Dabei gibt es eine zweiteilige Einatmung. Der erste Atemzug in den Bauch dient der Erdung, die zweit Einatmung in den Brustbereich der Transformation. Die Ausatmung ist der Teil des Loslassens. Entsprechend wird der Atem nicht aus dem Körper gedrückt, sondern einfach raus gelassen.
Fragen / Antworten
Was passiert durch den bewussten kreisförmigen Atem?
1) Es wird mehr Sauerstoff aufgenommen, der dann im ganzen Körper verteilt wird und die Zellen versorgt. Dadurch wird deren Aktivität erhöht und Schlacken können abgebaut werden.
2) Der Präfrontale Cortex, also der vorderste Teil des Gehirns, welcher einen grossen Teil unseres täglichen Denkens regiert, wird weniger aktiv. (Dieser Teil wird auch als "Mokey Mind" bezeichnet.) Das bedeutet auch, dass unser Ego und unser logisches Denken eine Pause machen darf.
3) Durch die Beruhigung des Präfrontalen Cortex haben wir besseren Zugang zu unserer inneren Weisheit. Dieser Zugang ermöglicht uns die Veränderung von innen heraus.

Wieso wird durch den Mund und nicht durch die Nase geatmet?
Atmen durch die Nase wirkt auf den Parasympatikus des autonomen Nervensystems. Dabei geht es um entspannen und verdauen. Um effektiv zu beruhigen, ist die Ausatmung idealerweise länger als die Einatmung.

Atmen durch den Mund wirkt auf den Sympatikus des autonomen Nervensystems. Dort ist auch der "Flucht-Kampf-Erstarrung" (Flight-Fight-Freeze) Modus angesiedelt. Diese Reaktionen führen dazu, dass wir Gefühle im Moment nicht verarbeiten können. Wir speichern sie als Emotionen im Körper, häufig im Bereich des Solar-Plexus. Wenn wir in einer Situation überreagieren oder wegen einer Kleinigkeit völlig ausrasten, hat das meistens mit "alten Geschichten", also mit gespeicherten Emotionen zu tun. Das tut uns nicht gut - und unserer Umgebung auch nicht.
Durch die bewusste Atemarbeit in einer Breathwork-Session werden diese vergrabenen Emotionen ans Licht gebracht und aus dem System entlassen.

Was kann während einer Breathwork Session passieren?
Während einer Breathwork Session können sich "Dinge" in drei Bereichen zeigen.

Körperlich:
Ameisenrennen, Schwindel, Verkrampfungen
=> Das ist zwar unangenehm, aber völlig ungefährlich. Diese Dingen lösen sich nach der aktiven Atemarbeit schnell wieder auf. Und da die Atemarbeit am Boden liegend ausfgeführt wird, besteht keine Gefahr.

Emotional:
Trauer, Tränen, sogar Wut können aufkommen.
=> Das ist der Teil der Transformation. Du darfst es rauslassen und loswerden.

Mental:
Dein "Monkey Mind" wird dir einreden, dass das mühsam, nutzlos, anstrengend ist. Wenn das nichts nützt, wird dir innerlich gesagt, dass sich etwas nicht gut anfühlt und dass du aussteigen solltest.
=> Das ist vor allem in den ersten Minuten der Atemarbeit der Fall. Mit der Zeit wird der Monkey Mind weniger aktiv - du hast den inneren Kampf auf der Reise zur Transformation für diesmal gewonnen.

Und jetzt?
Diese Informationen zu lesen ist zwar interessant, aber es ist äusserst schwierig, Breathwork zu beschreiben. Die Erfahrungen der Teilnehmenden sind sehr unterschiedlich und individuell. Deshalb empfehlen wir dir, selber die Erfahrung zu machen. Es lohnt sich!

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